Berechnungskennziffern

Berechnungskennziffern - 1. den wirtschaftsleitenden Organen, Betrieben und Ein­richtungen neben den staatlichen Plankennzif­fern mitgeteilte Ziffern, die sie auf das zu errei­chende Niveau (Niveaukennziffern) oder Entwicklungstempo des Reproduktionsprozesses orientie­ren. Sie waren Ausdruck gesellschaftlicher Erfordernisse und staatliche Orientierungsgröße für diejenigen Betriebe, die ihre konkrete Größe ent­sprechend den spezifischen Reproduktionsbedin­gungen selbst festlegten. Seit 1976 sind sie im Planungssystem nicht mehr gebräuchlich. Informationskennziffern. — 2. Sammelbez. für diejenigen Kennziffern in der Planung, die im Gegensatz zu den staatlichen Plankennziffern keinen verbindlichen Charakter tragen, sondern als Datenbasis für die Berechnung der Pläne und Bilanzen erforderlich sind. Zum Teil werden sie im Prozess der Arbeit an den Planentwürfen als Planinformationen ausgetauscht und für zweigliche, territoriale oder volkswirtschaftliche Berech­nungen genutzt.