Berufspsychologie

Berufspsychologie — Kennzeichnung eines Arbeits­gebietes zur psychologischen Fundierung der Berufsorientierung bzw. Berufsberatung, der Be­rufsbildung und der beruflichen Rehabilitation. Die Fragestellungen und Untersuchungen richten sich auf die psychologische Struktur der Berufsanfor­derungen, die psychologischen Determinationen der Berufsfindung sowie auf die psychologischen Voraussetzungen von Erziehung, Bildung, Ent­wicklung und Betreuung im Beruf. Im einzelnen zählen dazu die Aspekte und Probleme der Ent­stehung und Wirkung der Berufsmotivation (Be­rufsinteressen, -einstellungen, -absichten) in Ver­bindung mit Berufskenntnissen und Berufsvor­stellungen, die Berufswahl als Entscheidungs­situation in Abhängigkeit von den Berufsmöglich­keiten, die Psychodiagnostik der Berufseignung und -bewährung, die psychologische Begründung des beruflichen Trainings im Zusammenhang mit der Aus- und Weiterbildung, die Analyse des Lehrversagens sowie von Komplikationen bzw. Konflikten im Beruf. Dementsprechend entwickelt sich die Berufspsychologie — vor allem unter Einschluss persönlich­keits- und entwicklungspsychologischer Grund­lagen — im Integrationsfeld von Arbeitspsychologic und Pädagogischer Psychologie mit Querverbindungen bes. zur Berufssoziologie, zur Be­rufspädagogik, zur Berufspathologie und zur so­zialökonomisch-technologischen Berufskunde Berufsbildung.