Bewertung des Außenhandelsumsatzes

Bewertung des Außenhandelsumsatzes — beim statistischen Ausweis des Außenhandelsumsatzes verwendete Preisstellung, um ökonomisch be­gründete Aussagen zu sichern sowie um die Ein- und Verkaufspreise von importierten und exportierten Erzeugnissen nach Waren und Ländern vergleichbar zu machen. In den sozialistischen Ländern wird eine einheitliche Bewertung des Außenhandelsumsatzes in Planung und Statistik sowohl für Exporte als auch für Importe auf der Basis fob Hafen bzw. frei Grenze Liefer­land vorgenommen. (Kommerzielle Dienstleistun­gen außerhalb des eigenen Landes werden geson­dert ausgewiesen.) Die Bewertung des Außenhandelsumsatzes und seine Veröffentli­chung erfolgen unter Verwendung des gültigen Devisenumrechnungskoeffizienten, in in Valuta-Mark. Für Effektivitätsuntersuchungen wird beim Import neben der Bewertung fob die Be­rechnung zu cif-Preisen durchgeführt. In der Aussenhandelsstatistik der kapitalistischen Länder werden die Exporte auf der Basis fob bzw. frei Grenze Lieferland und die Importe cif bzw. frei Grenze Empfängerland bewertet. Eine Import-cif­Bewertung beeinträchtigt die ländermäßige Ver­gleichbarkeit und den Ausweis der aus Import­geschäften resultierenden Valutaverpflichtungen z. B. beim Einsatz der eigenen Handelsflotte für Außenhandelswarentransporte). Teilweise wird, insbes. im Rahmen des Ausweises der Zahlungs­bilanz, der Import zusätzlich nach fob bewertet.