Bildungsniveau

Bildungsniveau — Umfang der Kenntnisse, Fähig­keiten und Fertigkeiten in den Grundlagen der Wissenschaften, der Produktion und der Kultur, bezogen auf einen Menschen, auf Menschengrup­pen oder die Gesamtbevölkerung eines Landes in einer bestimmten historischen Epoche oder zu einem bestimmten Zeitpunkt. I. e. S. wird das Bildungsniveau vom Niveau der Allgemeinbildung und der be­ruflichen Bildung bestimmt. In der kapitalistischen Gesellschaft wird das Bildungsniveau der werktätigen Bevöl­kerung durch das Bildungsprivileg der herrschen­den Klasse begrenzt und ist den Verwertungs­bedingungen des Kapitals unterworfen. Die so­zialistische Gesellschaft bricht das Bildungsmono­pol der Bourgeoisie. Sie benötigt objektiv ein hohes Bildungsniveau der gesamten werktätigen Bevölkerung zur qualifizierten Ausübung der politischen Macht, für die Entfaltung der sozialistischen Demokratie, für die ständige Erhöhung der Arbeitsproduktivität und volkswirtschaftlichen Effektivität, für die erfolgreiche Verwirklichung der Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Herausbildung einer neuen Le­bensweise und eines höheren Typs der gesell­schaftlichen Organisation der Arbeit. Die ständige Erhöhung des Bildungsniveau erweist sich als wesentliche Voraussetzung und Triebkraft der weiteren Aus­gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft und als eine entscheidende Bedingung für den allmählichen Übergang zum Kommunis­mus.