Deutsche Mark

Deutsche Mark, Abk. DM — 1. als Deutsche Mark der Deutschen Notenbank von 1948 bis 1964 Wäh­rungseinheit, unterteilt in 100 Deutsche Pfennige. Die Deutsche Mark wurde mit der Währungsreform 1948 an Stelle der entwerteten Reichsmark ein­geführt. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Banknoten im Jahre 1964 wurde die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank in Mark der Deutschen Notenbank (MDN), 1967 in Mark der Deutschen Demokratischen Republik (M) umbenannt. — 2. Währungseinheit der BRD (Deutsche Mark der Deutschen Bundesbank), infolge der Spaltung der einheit­lichen deutschen Währung durch die separate Währungsreform 1948 eingeführt, zirkuliert sie seit 1949 auch in Westberlin. Die Deutsche Mark der Deutschen Bundesbank hat eine anhaltende Entwertung durchgemacht: Das Geldvolumen stieg schneller als das Bruttosozialprodukt, so dass ein inflationi­stischer Geldüberhang entstand. Dadurch wurden Preissteigerungen in allen Bereichen gefördert. Die Ursachen liegen in der monopolistischen Preis­politik, der die Expansion der Monopole aktiv unterstützenden Kreditpolitik, der defizitären Haushaltspolitik sowie in der „importierten Inflation" im Zusammenhang mit Zahlungsbilanz­überschüssen, die Ausdruck der Herrschaft des staatsmonopolistischen Kapitalismus in der BRD sind. Außenwirtschaftlich gehört die Deutsche Mark zu den (entsprechend Art. VIII des Internationalen Währungsfonds) konvertiblen Währungen. Dies liegt vor allem in den Exportüberschüssen und den hohen Gold- und Devisenreserven der BRD be­gründet.