Dividende

Dividende — an die Besitzer von Aktien in der Regel jährlich gezahlter Profitanteil. Die Dividende wird meist in Prozent des Nennwerts des Aktienkapitals ausgedrückt. Solange die Aktienzeichner zugleich auch die Geschäftspolitik der Aktiengesellschaft bestimmten, entsprach die Dividende im Wesentlichen dem vom Unternehmen realisierten Profit (abzüglich Bankzinsen, Grundrenten usw.). Seitdem das Gros der Aktienbesitzer zu bloßen Geldgebern gewor­den ist, während die Leitung der großen Ak­tiengesellschaften praktisch von den Monopolher­ren und Großbanken wahrgenommen wird, be­stimmt sich der Dividendensatz im wesentlichen durch die Höhe des geltenden Zinsfußes, bezogen auf den Kurswert der Aktie. Die Dividende macht gegen­wärtig stets nur einen Bruchteil des tatsächlich erzielten Profits aus. Setzt man die Dividende in Bezie­hung zum Börsenkurs (Börse), der heute meist über 100% liegt, so wird dies als Rendite der Aktien bezeichnet. Meist sind die Dividende in Zeiten guten Geschäftsganges prozentual hoch, in Nie­dergangszeiten dagegen gering oder gleich Null; auffälligen Abweichungen von dieser Regel liegen oft Betrugsmanöver, z. B. zur Hinauszögerung_ eines bevorstehenden Bankrotts, zugrunde.