Einschränkungen

Einschränkungen, volkswirtschaftliche, volkswirt­schaftliche Begrenzungenreale Gegebenheiten bei der Optimierung des volkswirtschaftlichen Re­produktionsprozesses. Bei der Bestimmung ökono­mischer Optima ist immer zu beachten, dass die gefundenen Lösungen nur innerhalb der gesetzten Begrenzungen und der erfaßten inneren Gleich­gewichtsbedingungen gelten. Diese Gegebenheiten bezeichnet man als innere und äußere Einschränkungen; d.h., durch sie ist die Entscheidungsfreiheit bei der Be­stimmung des volkswirtschaftlichen Optimums eingeschränkt. Bei der Optimierung des volkswirt­schaftlichen Reproduktionsprozesses treten folgen­de Gruppen von Einschränkungen auf: a) äußere, aus denen sich Forderungen an die Volkswirtschaft zur Gewähr­leistung eines bestimmten Umfangs und einer be­stimmten Struktur des externen Verbrauchs ablei­ten: Tendenzen der Bedürfnisentwicklung und Vor­stellungen über deren Befriedigung entsprechend der Hauptaufgabe, Export- und Importbedingungen nach Ländern und Warengruppen, Weltmarkt­preise; b) äußere, die die durch die Volkswirtschaft aufwendbaren Ressourcen begrenzen: natürliche Bedingungen des Produktions- und Konsumtions­prozesses, Rohstoffvorkommen, Umfang sowie Al­ters, Geschlechts- und Territorialstruktur der Be­völkerung; c) innere, die sich aus den bisher ge­schaffenen Bedingungen ergeben und die Gegeben­heiten des gegenwärtigen Zustandes widerspiegeln: vorhandene Produktions-, Zirkulation- und Kon­sumtionsfonds (Bestände, Bauten, Ausrüstungen), vorhandene Arbeitskräfte (Zahl, Alters-, Ge­schlechts-, Qualifikations-, Zweig- und Territorial­struktur), vorhandene wissenschaftlich-technische Vorleistungen, bestehende Kooperationsbeziehungen, bestehende Außenwirtschaftsverbindungen, vorhandene Preise, Löhne und Normative; d) in­nere, die die innere Proportionalität der Volks­wirtschaft sichern. Hierbei handelt es sich um das System der einzuhaltenden Plan-Bilanzgleichungen mit folgenden prinzipiellen Bestandteilen: Produkbilanzen (Material-, Ausrüstungs- und Konsumgüterbilanzen, Teilverflechtungsbilanzen; Verflechtungsbilanz der Produktion und Verwendung des gesellschaftlichen Gesamtprodukts (Verflech­tungsbilanz des gesellschaftlichen Gesamtprodukts und des Nationaleinkommens), (Bilanz der) Auf­teilung des Investitionsfonds, Arbeitskräftebilan­zen, internationale Zahlungsbilanzen nach Län­dergruppen und Währungsgebieten, Bilanzen der Geldeinnahmen und -ausgaben des Staates, der Bevölkerung, der Banken, Sparkassen und Ver­sicherungen, der Betriebe und der gesellschaft­lichen Einrichtungen.