Existenzmittel

Existenzmittel — für den Lebensunterhalt der Menschen notwendige Konsumgüter. Der Umfang der Existenzmittel wird durch den jeweiligen Entwicklungs­stand der Produktivkräfte und den Charakter der Produktionsverhältnisse bestimmt. In allen Ausbeutergesellschaften wird er auf die zur Re­produktion der Arbeitskraft der Ausgebeuteten notwendigen Existenzmittel reduziert. Im Kapitalismus wird der Umfang der Existenzmittel durch den Wert der Ware Arbeitskraft bestimmt. Sie umfassen die Nah­rungsmittel, Kleidung, Wohnung, Ausgaben für Transport und die Mittel für die Bildung und Ausbildung der Arbeiter. Zu den Existenzmittel gehören weiter die Ausgaben für den Unterhalt der Familie, da ein ständiger Nachwuchs an Arbeitskräften für die Unternehmer notwendig ist. Die Existenzmittel umschließen schließlich, bes. in industriell hoch entwickelten kapitalistischen Ländern, bestimmte Ausgaben für kulturelle Zwecke (Transport, Zeitung, Radio, Kino, Theater usw., für gesellschaftliche Organi­sationen, für Genussmittel u. a.), sie sind demzufolge nicht nur durch natürliche Bedürfnisse, sondern ebenso durch gesellschaftliche Bedürf­nisse bestimmt und unterliegen sowohl in ihrer Quantität als auch in ihrer qualitativen Zusam­mensetzung Veränderungen. Infolge der Verstärkung der Intensität der Arbeit und des Anwachsens der Quantität und Qualität der gesellschaftlich notwendigen Bedürfnisse erhöhen sich die zur Reproduktion der Arbeitskraft benötigten Existenzmittel. Das erfordert im Kapitalismus den ständigen Kampf der Arbeiterklasse zur Sicherung der Existenzmittel.