Fachhandel

Fachhandel — Handel mit Produktionsmitteln und Konsumgütern, dessen Angebot sich vorwiegend auf eine Branche oder auf einzelne Warengruppen eines bestimmten Bedarfskomplexes, z. B. Rund­funk und Fernsehen, beschränkt. Innerhalb des bewusst spezialisierten Handelsprogramms ist der Fachhandel bestrebt, alle zu einer Branche, Warengruppe oder Sortimentsfamilie gehörenden Waren mög­lichst vollständig anzubieten. Beisortimente führt er nur zur Komplettierung, Ergänzung, Wartung und Pflege der . Artikel des jeweiligen Hauptsor­timents. Bei speziellen Artikeln wird der Fachhandel häufig mit Dienstleistungen und einem ausgedehnten Kundendienst kombiniert. Durch den Fachhandel werden für den Kunden günstige Einkaufsbedingungen geschaffen, die sich bes. in der fachgerechten Beratung und Bedienung sowie in der Tiefe des angebotenen Sortiments äußern. Bei der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Ge­sellschaft wird dem Fachhandel große Bedeutung bei­gemessen. Im Konsumgüterbinnenhandel wird er bes. durch entsprechende Spezialisierung kleiner und mittlerer Verkaufsstellen, aber auch der Ver­kaufsabteilungen oder -bereiche der Waren- und Kaufhäuser vornehmlich in den Sortimenten des periodischen und aperiodischen Bedarfs ver­wirklicht. Der Fachhandel des sozialistischen Konsum­güterbinnenhandels wird durch den Fachhandel der Indu­strie in Form von Vertriebsorganisationen einzel­ner Industriezweige ergänzt, die hauptsächlich für technische Konsumgüter einen umfassenden Kundendienst entwickeln und zugleich zahlreiche Dienstleistungen für die Bevölkerung übernehmen.