Fernschreibverkehr

Fernschreibverkehr — Übermitteln schriftlicher Nachrichten von einem bestimmten Absender an einen in der Regel bestimmten Empfänger. Fernschreibverkehr kann einseitig orientiert sein oder den Charakter eines Nachrichtenaustausches besitzen. Grundprinzip ist die Übergabe einer Nachricht an eine Fern­schreibeinrichtung durch den Absender, die Über­mittlung durch Dritte, die Aushändigung der nach ihrer Ortsveränderung reproduzierten Nachricht ariden Empfänger. Unterschieden wird zw. dem Telegrammverkehr und dem Teilnehmer-Fern­schreibverkehr. Am Telegramm verkehr kann jeder teilnehmen. Er gliedert sich technologisch in die Phasen Aufgabe, Übermittlung und Zustellung des Telegramms. Dieses kann schriftlich (z. B. am Schalter), fernmündlich oder fernschriftlich auf­gegeben werden; zur Übermittlung werden i. allg. Fernschreibmaschinen eingesetzt. Zugestellt wird ein Telegramm durch Boten, fernmündlich oder fernschriftlich. Im Teilnehmer-Fernschreibver­kehr (TELEX) besteht die Möglichkeit einer un­mittelbaren, zeitweiligen (bedarfsweisen) Fern­meldeverbindung zw. zwei Verkehrspartnern zur fernschriftlichen Nachrichtenübermittlung. Voraussetzung ist ein Telexnetz, das Endeinrichtun­gen (Teilnehmereinrichtungen), Vermittlungseinrichtungen und Übertragungseinrichtungen auf­weist.