Fertigungskontrolle

Fertigungskontrolle — Gegenüberstellung des ge­planten und des tatsächlichen Produktionsablaufes im Hinblick auf die Verfügbarkeit der Arbeits­kräfte, Arbeitsmittel und Arbeitsgegenstände sowie die Ermittlung und Überwachung des Be­arbeitungsstandes der Arbeitsaufträge. Die Fertigungskontrolle erfasst alle Daten, die den ablaufenden Produktionsprozess hinsichtlich seiner termin-, qualitäts-, mengen- und sortimentsgerechten Erfüllung wider­spiegeln und stellt sie für die betriebliche Planung, Abrechnung, Kontrolle und Analyse bereit. Damit liefert die Fertigungskontrolle die notwendigen Unterlagen für die Organisation der Produktion und ermöglicht einen ständigen Überblick über den Erfüllungs­stand des Produktionsplanes. Die Fertigungskontrolle umfasst die Gebiete; Fortschrittskontrolle, Verfügbarkeits­kontrolle und operative Lenkung. Um einzelnen hat die Fertigungskontrolle folgende Aufgaben: a) Bereitstellung von Unterlagen über die mengen-, sortiments- und qualitätsgerechte Erfüllung des Produktionsplanes des Betriebes und seiner Bereiche; b) Kontrolle über die Einhaltung der geplanten Termine; c) Überwachung der Inanspruchnahme des Ar­beitszeitfonds; d) Kontrolle der Erfüllung des Planes der industriellen Warenproduktion und des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen; e) Weitergabe der erfassten Daten für Abrechnung und Analyse; f) Auswertung der Kontrollergeb­nisse für die Planung und die operative Lenkung der Produktion. — Die Fertigungskontrolle hat enge Beziehungen zur Betriebsplanung, da sich die Kontrollaufgaben daraus ableiten und ihre Ergebnisse in die weitere Planung eingehen. Auch zur Leistungs- und Ko­stenrechnung bestehen wichtige Verbindungen. Die Wirksamkeit der Fertigungskontrolle kann vor allem durch die verstärkte vorbeugende Kontrolle erhöht werden. Beim Einsatz moderner EDV-Anlagen ergeben sich durch die schnelle Bereitstellung der not­wendigen Informationen für die Fertigungskontrolle wesentliche Möglichkeiten für deren Rationalisierung.