Frauenarbeit

Frauenarbeit — Teilnahme der Frau am gesell­schaftlichen Arbeitsprozess, entscheidende Vor­aussetzung für ihre politische, ökonomische und soziale Befreiung und Gleichberechtigung. Im Kapitalismus ist die Frauenarbeit Quelle zusätzlicher Arbeit. Die Bildungs- und Berufsausbil­dungsmöglichkeiten für die Mädchen sind geringer als für die Jungen, das Spektrum der Einsatz­möglichkeiten ist begrenzt, die Aufstiegschancen in Berufe mit hohen Qualifikationsanforderungen und in leitende Stellungen sind gering, da ihnen nicht die gleichen Qualifikationsmöglichkeiten wie den Männern geboten werden, familiäre Ver­pflichtungen dies nicht zulassen und reaktionäre Auffassungen von der vorrangigen Rolle des Mannes in Politik und Wirtschaft dem entgegen­stehen. So findet. sich die berufstätige Frau vor­wiegend in Tätigkeiten mit niedrigen Qualifikatio­nen, geringen Lohn- und Einkommensstufen und einigen typischen Berufsgruppen mit geringem Einkommen. Meistens werden Frauen für gleiche Arbeit wie Männer niedriger bezahlt. In Zeiten der Krise wird dies genutzt für einen Druck auf die Löhne. Da staatliche (oder kommunale) und be­triebliche Kinderbetreuungseinrichtungen nur in unzureichendem Ausmaß vorhanden sind, sind die Kinder sich selbst überlassen, während die Mutter arbeitet.