gesellschaftliche Buchführung

Gesellschaftliche Buchführung, — mengen-, zeit- und wertmäßige Erfassung, Aufbereitung und Analyse ökonomischer Prozesse und Erscheinun­gen . in Betrieben, Kombinaten, Einrichtungen, wirtschaftsleitenden und staatlichen Organen. Die gesellschaftliche Buchführung wird in der durch  Rechnungsführung und Statistik verwirklicht. Sie dient vornehmlich der komplexen Planabrechnung und Kontrolle der Planerfüllung sowie damit zugleich dem Aufstellen neuer Pläne. Aufgaben und Aufbau der gesellschaftlichen Buchführung werden primär von gesamtvolkswirtschaftlichen Zielen der Abrechnung und Kontrolle des gesell­schaftlichen Reproduktionsprozesses bestimmt. Rechnungsführung (Buchführung) und Statistik bilden eine untrennbare Einheit, die ihren Aus­druck u. a. in zahlreichen methodologischen Ge­meinsamkeiten beider Teile des einheitlichen Abrechnungs- und Kontrollsystems findet. Über die zunehmende Bedeutung der gesellschaftliche Buchführung im Sozialis­mus: „Die Buchführung als Kon­trolle und ideelle Zusammenfassung des Prozesses wird um so notwendiger, je mehr der Prozess auf gesellschaftlicher Stufenleiter vorgeht und den rein individuellen Charakter verliert". Der sozialistische Staat berücksichtigt diesen Hinweis vor allem durch entsprechende Rechtsvorschriften für Rechnungsführung und Statistik sowie durch die gesellschaftliche Anerkennung der Rolle- der Buchhalter und Statistiker.