Installation

Installation [lat. installare = einrichten]: i. w. S. Einbau von Anlagen der t Technischen Gebäudeausrüstung, evtl. auch der technologischen Ausrüstung; i. e. S. die einzelne Anlage. Die Klassifizierung geschieht in bestimmten Fällen nach Art des in den Leitungen bewegten Mediums, z. B. als Wasserinstallation (Kaltwasserinstallation, Warmwasserinstallation, Schmutzwasserinstallation, Niederschlagswasserinstallation, Abwasserinstallation), Gasinstallation, Elektroinstallation (Starkinstallation, Schwachstrominstallation), Lüftungsinstallation, oder nach Zweckbestimmung, z. B. Heizungsinstallation. Installationen bestehen aus Leitungen und deren Zubehör (z. B. Amaturen) sowie spezifischen Funktionseinrichtungen, wie Becken, Abläufe und Rinnen, Heizflächen und Luftdurchlässe, Leuchten und Steckvorrichtungen. Die Leitungen bilden netzartige Systeme, deren Struktur der Naturgesetzlich­keit des jeweiligen Mediums entspricht; außerdem sind dafür bestimmend die Lage der Funktionseinrichtungen, des Anschlusses oder der An­schlüsse an die öffentlichen Netze der Versorgung und Entsorgung, Anzahl und Lage der Antriebsmaschinen, Aggregate, Mess-, Prüf- und Regelungseinrichtungen sowie die Baukonstruktion des Gebäudes, die die Möglichkeiten der Leitungsführung einschränkt. Entspr. diesen Be­dingungen bildet man ein Installationssystem mit vertikaler oder horizontaler, zentraler oder dezentraler, oberer oder unterer Verteilung, als Ring- oder Verästelungssystem o. ä., aus. Teile der Installation werden heute z. T. industriell vorgefertigt; je nach ökonomisch-technologischer Zweckmä­ßigkeit und Bauweise ist für die Wasser- und Gasinstallation z. B. im Wohnungs­bau üblich die Vorfertigung von Leitungsstrecken, Rohrleitungsblöcken (Rohrbündel) sowie von Installationswänden oder Installationszellen, die nicht nur die Installation selbst, sondern auch die Raumbegrenzungen umfassen, an bzw. in denen diese angebracht ist, und ein entspr. leistungsfähiges Hebezeug (Kran) für den Einbau erfordern; die Vorfertigung von Heizungsinstallationen beschränkt sich auf Leitungsstrecken und Verteiler (z. B. Vorlauf) bzw. Sammler (z. B. Rücklaufsammler). Lüftungsinstallationen werden als geschoßhohe Schachtelemente oder als kurze Kanalelemente vorgefertigt, letztere bes. in Produktionsbauten auf dem Boden oder den Decken liegend zu Kanalstrecken vormontiert und da­nach mit Hilfe entspr. Hebezeuge an der Gebäudekonstruktion ange­bracht. Elektroinstallationen werden als Haupt- bzw. Unterzentralen, Leitungs­strecken oder -elemente vorgefertigt, je nachdem, ob diese im Fußboden liegend (Horizontalinstallation), in Fußleisten (Fußleisten- und Wandkanalinstallation), als sog. Imputz-, Aufputz- oder als Rohrtrassen- bzw. Spanndrahtinstallation  o.ä. ausgeführt werden.