internationales Monopol

Internationales Monopol, Unter­nehmen, das außer im Stammland (d.h. in dem Staat, in dem sich der Sitz der Stammgesellschaft befindet) auch in anderen Staaten (Anlageländern) über Tochtergesellschaften bzw. Kapitalbeteili­gungen verfügt, durch die es Produktionsanlagen, Transport-, Handels- und andere Einrichtungen, Banken, Versicherungsgesellschaften usw. kon­trolliert. Die Hauptform des internationalen Monopols ist das trans­nationale Monopol, das von den Monopolisten eines Stammlandes kontrolliert wird und das seine Expansion über die Grenzen dieses Landes hinaus betreibt. In verschiedenen Fällen vollzieht sich der Zusammenschluss zum multinationalen Monopol, J. h. zu einem Monopol, das von den Monopolisten mehrerer (i. allg. zweier) Stammländer kontrolliert wird. Die Herausbildung von internationalem Monopol begann als Ausdruck der monopolistischen Internationalisierung bereits mit dem Hinüberwachsen des vormonopolistischen in den monopolistischen Kapitalismus, den Im­perialismus. Wie Lenin in seinem Werk „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalis­mus" nachwies, bildet die ökonomische Auftei­lung der Welt unter die Kapitalistenverbände ein ökonomisches Grundmerkmal der Imperialismus. Seit den 60er Jahren hat sich die Expansion der internationales Monopol außerordentlich beschleunigt. Es handelt sich um eine neue Stufe des Monopolisierungsprozes­ses in allen industriell hoch entwickelten kapitali­stischen Ländern und zugleich um ein allgemeines Hinüberwachsen der Monopole in internationale Dimensionen. Diese neue Stufe der internationalen Monopolisierung gründet sich vor allem auf eine wachsende Internationalisierung der Produktion, der Wissenschaft und Technik sowie auf eine zunehmende Produktionsverflechtung zw. wichti­gen Bereichen der hoch entwickelten kapitalisti­schen Länder, vor allem innerhalb Westeuropas, zw. Westeuropa und den USA sowie zw. den USA und Kanada. Diese Internationalisierung vollzieht sich auf privatmonopolistischer Basis mit Hilfe des Staates, wobei dessen Förderung des Konzentra­tions- und Zentralisationsprozesses eine wesent­liche Rolle spielt. Die, rasche Expansion der internationales Monopol hat zu einer gewaltigen Machtkonzentration des internationalen Monopolkapitals in den Haupt­bereichen der kapitalistischen Weltwirtschaft ge­führt und stellt den bisher bedeutendsten Ein­schnitt in der internationalen Monopolisierung während des gesamten Verlaufs der allgemeinen Krise des Kapitalismus dar. Als Ergebnis der neuen Stufe der Entwicklung der internationales Monopol vertieft sich der kapitalistische Grundwiderspruch außeror­dentlich, und der Widerspruch zw. Kapital und Arbeit erhält eine neue, internationale Dimension.