Konkurrenzforschung

Konkurrenzforschung — Beobachtung des Kon­kurrenzverhaltens als Teil der Auslandsmarkt­forschung. Die Bedeutung der Konkurrenzforschung besteht darin, dass Ihre Ergebnisse zur Einschätzung der realen Absatzperspektiven auf dem betreffenden Markt beitragen, weil die Absatzmöglichkeiten für einen bestimmten Exporteur nicht nur vom eigenen Angebot und dem Bedarf im Partnerland, sondern auch von der Stärke der Wettbewerber, ihrem Auftreten und ihren Exportabsichten abhängen. Dazu müssen die verschiedensten ökonomisch- kommerziellen Merkmale des Konkurrenzverhal­tens (z. B. Werbemaßnahmen, Kundendienst- und Vertriebsorganisation, Absatzmethoden, Markt- und Kundenanteile, Preis- und Kreditpolitik) sy­stematisch untersucht und in der Konkurrenz­analyse eingeschätzt werden. Die Konkurrenz­analyse bildet eine wichtige Grundlage für Schlussfolgerungen, wie sich die eigene Marktarbeit, ins­bes. die Absatzorganisation (2.), vervollkomm­nen lässt. Aus der Untersuchung der technisch- ökonomischen Merkmale der Konkurrenz (z. B. Angebotssortiment, technische Parameter, Neu­entwicklungen) lassen sich auch Erkenntnisse über die Weltmarktfähigkeit der eigenen Produktion gewinnen. Die Konkurrenzanalyse ist daher ein wichtiges Hilfsmittel für Weltstandsvergleiche hinsichtlich Qualität und Kosten der eigenen Pro­duktion. Im Außenhandel mit kapitalistischen Ländern dient die Konkurrenzforschung auch der Auswahl der zweck­mäßigsten Kontrahenten für Exporte und Importe sowie für Kooperationsbeziehungen.