Magisches Viereck

Magisches Viereck — Begriff der bürgerlichen politischen Ökonomie, der das Widerspruchsver­hältnis zw. Wirtschaftswachstum, Preisentwick­lung, Außenwirtschaftsbeziehungen und Beschäf­tigung im Reproduktionsprozess bezeichnet. Ziel der staatlichen Wirtschaftspolitik ist es, das Magisches Viereck im Gleichgewicht zu halten, d. h. ein solches Wirtschaftswachstum anzusteuern, das die Inflation dosiert („Preisstabilität"), Export­vorteile schafft und Massenarbeitslosigkeit ver­hindert. Die Wirkung der ökonomischen Gesetze des Kapitalismus führt zu permanenten Störungen im Magisches Viereck Auch die einzelnen wirtschaftspolitischen Maßnahmen kapitalistischer Regierungen stecken im Dilemma des Magisches Viereck Kreditverbilligungen z. B. sollen das Wachstum fördern, heizen aber zugleich die Inflation an und wirken so negativ auf die Exportfähigkeit. Umgekehrt wirken Maßnahmen zur Drosselung der Inflation, wie Haushalts- und Kreditrestriktionen, wachstumshemmend und damit negativ auf die Beschäftigungsentwick­lung.