Management

Management [am.-engl.] — Bez. für die Theorie, die Praxis und die personellen Träger kapitalisti­scher Leitung. Der Begriff Management hat sich in der kapitalistischen Welt weitgehend für die umfas­sende Charakterisierung aller mit der Leitung verbundenen Probleme durchgesetzt. Seine Ver­breitung ist ein Ausdruck des USA-Kapitalexports und der massenhaften Übernahme US-amerikani­scher Leitungsmethoden. Zugleich widerspiegeln sich darin die wachsende Bedeutung der Leitung im staatsmonopolistischen Kapitalismus, das Bewußtwerden dieser Tatsache in der Monopol­bourgeoisie und die massiven Anstrengungen zur Vervollkommnung ihrer Leitungs- und Herr­schaftsmethoden. Mit der Entwicklung der kapitalistischen Wirt­schaft bleibt auch die Leitung als unabdingbares Attribut des Kapitals nicht unverändert. Das Fort­schreiten des kapitalistischen Vergesellschaftungs­prozesses erfordert sowohl ein quantitatives. Wachstum als auch ein qualitativ verbessertes Niveau der Leitung. Gleichzeitig ergibt sich aus der zunehmenden Verschärfung des Klassenkamp­fes für die Monopolbourgeoisie die Notwendigkeit, die Unterdrückungs- und Manipulierungsfunktion der Leitung zu verstärken und den neuen Bedin­gungen anzupassen. Die Vervollkommnung der Leitung umfasst deshalb im Kapitalismus immer die Leitung in ihrem Doppelcharakter. Wie der Produktionsprozess im Kapitalismus stets als Einheit von Arbeits- und Ausbeutungsprozess verläuft, ist die Leitung der Wirtschaft nicht nur eine allg. Funktion gesellschaftlicher Arbeit, sondern zugleich eine Funktion zur Ausbeutung fremder Lohnarbeit. Diesem Doppelcharakter unterliegen auch alle Maßnahmen, Methoden und Techniken des Management Unter kapitalistischen Bedingungen schla­gen „alle Mittel zur Entwicklung der Produk­tion... um in Beherrschungs- und Exploitationsmittel des Produzenten."