Markt

Markt — konkrete Sphäre der Warenzirkulation; Gesamtheit der Realisierungs- und Beschaffungs­bedingungen in der Volkswirtschaft einschl. der technischen und ökonomischen Information dar­über. Diese objektiven und subjektiven Bedingun­gen umfassen politische, ökonomische, han­delstechnische und psychologische Aspekte. Auf dem Markt vollzieht sich durch Angebot und Nach­frage der Austausch der Waren, deren Form­wandel. Der Markt bildete sich mit der gesellschaft­lichen Arbeitsteilung, der allgemeinen Grundlage jeder Warenproduktion, heraus. Wie alle Katego­rien der Warenproduktion ist der Markt durch die jeweilige Produktionsweise bedingt, wird also von den herrschenden Produktionsverhältnissen be­stimmt und vom Entwicklungsstand der Produktiv­kräfte beeinflusst. Auf dem kapitalistischen Markt regulieren sich die Warenbeziehungen infolge der Wirkungsweise der ökonomischen Gesetze des Kapitalismus spontan und anarchisch. Es tobt ein erbitterter Konkurrenzkampf um den Absatz der Waren, verbunden mit einem Kampf um die Anlagesphären des Kapitals und um Rohstoff­quellen. Aus der ständigen Jagd nach Profit re­sultiert das Bestreben, die Produktion auszudeh­nen; dem stehen die Marktschranken gegenüber, die sich vor allem aus der begrenzten zahlungs­fähigen Nachfrage der Werktätigen ergeben. Neben dem Warenmarkt existieren im Kapitalis­mus der Wertpapier- und der Arbeitskräftemarkt.