Materialeinsatzschlüssel

Materialeinsatzschlüssel — Kennziffer, die den mengenmäßigen Einsatz einer bestimmten Ma­terialart oder einer Gruppe von Materialarten (z. B. Walzstahl insges.) je Mengen- oder Werteinheit eines bestimmten Produkts angibt. Der Ma­terialeinsatz wird dabei im Unterschied zu den Materialverbrauchsnormen nicht auf eine be­stimmte Erzeugniseinheit oder Leistungseinheit bezogen, sondern auf das mengen- bzw. wert- mäßige Produktionsvolumen einer Position der Erzeugnis- und Leistungsnomenklatur (Sy­stematiken, volkswirtschaftliche) oder auf das Produktionsvolumen eines Betriebes, eines Kom­binates oder auch eines Ministeriums. Durch seinen hohen Aggregationsgrad erfüllt der Materialeinsatzschlüssel spezifische Anforderungen der Materialplanung. Auf der Betriebsebene ist der Materialeinsatzschlüssel für die langfristige bzw. Fünfjahrplanung des Materialbedarfs oder bei einem breiten, relativ stabilen Produktionspro­gramm anwendbar. Auf übergeordneten Leitungs­ebenen sind die Materialeinsatzschlüssel wichtige Plankennziffern des Materialbedarfs, da es auf zentraler Ebene zumeist unzweckmäßig bzw. unmöglich ist, der Planung des Materialbedarfs die sehr große Zahl der Ma­terialverbrauchsnormen je Erzeugnis zugrunde zu legen. — Bei der Erarbeitung der Materialeinsatzschlüssel sind folgende Grundforderungen zu beachten: Die Materialeinsatzschlüssel müssen aggregierbar und optimal detailliert sein sowie ständig den Veränderungen angepasst werden.