Materialeinsparung

Materialeinsparung — Verringerung des Aufwands an Material für die Herstellung eines Erzeugnisses oder für die Durchführung einer Leistung gegen­über dem anhand von Materialverbrauchsnor­men, Normativen des Materialverbrauchs bzw. Erfahrungswerten geplanten Materialverbrauch. Die Materialeinsparung ist ein wesentlicher Teil der Material­ökonomie. Ihre Bedeutung erhöht sich mit den wachsenden Rohstoffgewinnungskosten; sie zeigt sich auch darin, dass der Anteil des Materialver­brauchs am Bruttoprodukt über 57 % betrug. Die wichtigsten Maßnahmen zur Materialeinsparung sind: Gewährleistung einer volkswirtschaftlich effektiven Materialstruktur, Verringerung des Materialverbrauchs für die Einheit des Erzeugnis­ses durch Unterbietung technisch begründeter Materialverbrauchsnormen. Anwendung materialsparender technologischer Verfahren und Konstruktionen, Materialsubstitution, Verringe­rung der Abfälle im Produktionsprozess in Ver­bindung mit der Wiedergewinnung und Verwer­tung der Abfälle und Verringerung des Ausschus­ses. Durch die Anwendung von Vorgaben und ökonomischen Stimuli, wie der Materialeinspa­rungsprämie, sind die Werktätigen an den erzielten Materialeinsparung materiell zu interessieren.