Materialreserven

Materialreserven — Materialbestände, die als Teil der volkswirtschaftlichen Reservewirtschaft plan­mäßig gebildet werden, um Störungen, die zur Gefährdung der Stabilität der Volkswirtschaft und ihrer Elemente führen, auszugleichen bzw. gegen solche Störungen als Stabilisierungselement zu wirken; Bestandteil der materiellen Reserven der Volkswirtschaft. In der Volkswirtschaft werden gegenwärtig folgende Arten der Materialreserven gebildet: a) die Staatsreserven, in denen Bestände an Produktions- und Konsumtionsmitteln zentrali­siert werden, über die der Ministerrat verfügt; b) die Planreserven (nicht spezifizierte oder noch nicht verfügte Teile des Gesamtauf­kommens), die bei der Ausarbeitung des Fünfjahr­planes gebildet werden; c) die Wirtschaftsreser­ven an wichtigen Erzeugnissen als körperliche Reserven zur Sicherung der Dispositionsfähigkeit der Volkswirtschaft; d) die Störreserven in Form von zweck- und erzeugnisgebundenen Er­satz- und Verschleißteilen für produktionswichtige Aggregate und Anlagen.