Meisterbereich

Meisterbereich — Abschnitt einer Produktionsabt. im Industriebetrieb, der von einem Meister nach dem Prinzip der Einzelleitung (Leitungsprinzi­pien) und persönlichen Verantwortung geleitet wird. Der Meisterbereich (auch Produktionsabschnitt gen.) ist entweder nach dem Erzeugnisprinzip (Ferti­gung, gegenstandsspezialisierte) oder nach dem Werkstattprinzip (Fertigung, verfahrensspe­zialisierte) organisiert. Er gehört einer Produk­tionsabt. an oder ist bei abteilungsloser Struktur (Organisationsstruktur des Industriebetriebes) direkt dem Betriebsdirektor unterstellt. Dem Meisterbereich wird sein Anteil am Betriebsplan, der vom Kol­lektiv des Meisterbereichs mitgestaltet wurde, in Form von Kennziffern und Terminen von seinem übergeord­neten Leiter vorgegeben. Im Rahmen dieser ver­bindlichen staatlichen Aufgaben ist der Meister für die unmittelbare Organisation des Produktions­prozesses, die Leitung und Erziehung des ihm anvertrauten Kollektivs voll verantwortlich. Seine Verantwortung erstreckt sich sowohl auf Menge, Qualität, Sortiment und Termine als auch auf das ökonomische Ergebnis seines Bereichs. Dazu bedürfen die Normenarbeit, die Entwicklung der sozialistischen Gemeinschaftsarbeit und die stän­dige Hilfe und Anleitung für die Neuererbewegung sowie die Entwicklung der Werktätigen zu soziali­stischen Persönlichkeiten einer besonderen Beach­tung.