Modellprojektierung

Modellprojektierung — maßstabgerechte Vor- oder Nachbildung eines Investitionsvorhabens im Zuge seiner Projektierung. Die Modellprojektierung ist eine rationelle Projektierungsmethode, bei der an die Stelle der herkömmlichen Darstellung von Gebäuden, Apparateanordnungen Rohrleitungsinstallationen usw. in Form einer Vielzahl von Zeichnungen die Projektierung mit zweidimensionalen Modell- (Grundriss-) Schablonen oder mit dreidimensiona­len Modellen (im Auslegeverfahren oder als In­struktionsmodell) tritt; wodurch Zeit und Kosten gespart werden, eine größere Anschaulichkeit er­reicht wird, die Zusammenhänge verdeutlicht und experimentelle Studien erleichtert werden. Beiden zweidimensionalen (2-D-) Verfahren werden die Projektierungsunterlagen durch Montage von Schablonen (in maßstabgerechter oder schemati­scher Darstellung von Bauteilen, technologischen Ausrüstungen, Ausstattungen usw.) aus Karton oder Papier, Transparentpapier oder Filmpapier bzw. -material erarbeitet. Bei der Foto-Modellprojektierung entsteht durch fototechnische Aufnahmen und Umsetzung der montierten Konzeptionen eine Fotozeichnung. Beim dreidimensionalen (3-D-) Verfahren werden die räumlichen Modelle zu den Bauvorhaben bzw. die dreidimensionalen Modellelemente von Bauteilen, technologischen Ausrüstungen, Ausstattun­gen usw. aus Holz, Gips oder Plast naturgetreu oder schematisch aufgebaut und etappenweise während des Aufbaus oder im Endzustand fo­tografiert. Als Projektunterlage für die Ausführung werden die angefertigten Modelle oder aber die Fotoaufnahmen, die auch zeichnerisch ergänzt oder vermaßt werden können, verwendet. Bes. bedeutsam ist die Anwendung der Modellprojektierung in der chemischen Industrie, im Maschinenbau und im Bauwesen.