Naturressourcen

Naturressourcen — Stoffe und Kräfte der Natur, die bei einer gegebenen Bedürfnisstruktur und einem gegebenen Entwicklungsstand von Wissen­schaft und Technik potentielle gesellschaftliche Gebrauchswerte besitzen, welche in der Regel durch Aufwand an gesellschaftlicher Arbeit ver­fügbar gemacht und in der produktiven und nicht­produktiven Konsumtion genutzt werden können. Naturressourcen sind nach solchen Kriterien wie Erschöpfbar­keit, Reproduzierbarkeit u. a. zu klassifizieren. Sie sind eine durch die jeweilige Bedürfnis­struktur der Gesellschaft sowie durch den Stand der Naturkenntnis und der Technologie bestimmte und damit historisch veränderliche Kategorie. Die ökonomische Besonderheit der Naturressourcen, die sie von allen übrigen Elementen des Reproduktionspro­zesses unterscheidet, besteht in ihrem Einschluss in Naturkreisläufe. Dadurch sind Naturressourcen untereinander meistens in Form von Stoffkreisläufen und Energieströmen verbunden. Die Nutzung einer Naturressource beeinflusst infolgedessen die Nutzungsbedingungen anderer Naturressourcen. Naturressourcen sind zum Beispiel: die oberen Bodenschichten als Grundlage für höheres Pflanzenwachstum; lebendes Holz (Wald); Wasser in natürlichen Wasserkörpern (Oberflächenwasser in Flüssen und Seen, Untergrundwasser); die at­mosphärische Luft; Bodenschätze usw. Naturressourcen sind Quelle von Arbeitsmitteln und Arbeitsgegenstän­den, können aber auch Gegenstand der nichtpro­duktiven Konsumtion sein. Der gesellschaftlicher Gebrauchswert stellt sich somit nicht nur in dieser Eigenschaft dar, sondern zugleich als notwendiges Element für die natürliche Reproduktion anderer Naturressourcen sowie allgemeiner Naturbedingungen der Gesell­schaft (lebendes Holz bildet z. B. die Quelle von Rohholz, stellt zugleich ein Moment des natür­lichen Wasserkreislaufs, der Sauerstoffbildung usw. dar). Diese Zusammenhänge werden bei der ökonomischen Bewertung von Naturressourcen (Bewertung, von Naturressourcen, ökonomische) widerge­spiegelt.