Nettoverteilung

Nettoverteilung - Kennzahl des finanziellen Reproduktionsprozesses der Genossenschaften und ihrer kooperativen Einrichtungen, Ausdruck für die Höhe aller Mittel, die während und nach Abschlug eines Planjahres tatsächlich für die Akkumulation und die gesellschaftliche Konsumtion (Bildung entsprechender betrieblicher Fonds) und die individuelle Konsumtion (persönliche Einkünfte der Genossenschaftsmitglieder) verwendet werden können. Die Nettoverteilung wird aus verschiedenen Unterlagen der betrieblichen Abrechnung nur am Jahresende ermittelt. In Gesamtübersichten (z. B. Jahresabschlussberichten) ergibt sich die Nettoverteilung aus folgenden Positionen: Löhne, Vergütungen + Lohnausgleich, Zuwendungen + Vergütung aus Überplangewinn + Geld- und Naturalvergütung für Bodenanteile aus Gewinn + Zuführung zum Kultur- und Sozialfonds + Fondszuführung für Akkumulation aus Gewinn + Zuführung zum Prämienfonds aus Gewinn + überplanmäßige Zuführung zum. Kultur- und Sozialfonds aus Gewinn + Tilgung von Krediten für nicht erwirtschaftete Eigenmittel eingesetzte Fonds o zur Eigenfinanzierung notwendige Kredite = Nettoverteilung
Die Nettoverteilung ist nicht identisch mit der betrieblichen Kennzahl Nettoergebnis. Wertmäßig teilt sich die Nettoverteilung auf in Akkumulation und Konsumtion. Das Verhältnis zwischen der Akkumulation und der Nettoverteilung drückt die Akkumulationsrate in den gen. Betrieben aus.