Nutzschwelle

Nutzschwelle — Schnittpunkt der ansteigenden Erlöskurve mit der Gesamtkostenkurve; Begriff der bürgerlichen Betriebswirtschaft. An der Nutzschwelle ist die Rentabilität gleich Null. Bei Erhöhung des Leistungsvolumens über die Nutzschwelle hinaus bleibt die Gesamtkostenkurve infolge der fixen und unter­proportionalen (degressiv steigenden) Kosten hinter dem Erlösstrahl zurück, und es wird ein Gewinn erzielt. Die Nutzschwelle liegt im Degressionsbereich der Gesamtkostenkurve. Ein zweiter Schnittpunkt zw. Erlös- und Gesamtkostenkurve liegt im Pro­gressionsbereich. Er wird als Nutzgrenze bezeich­net. Auch an diesem Schnittpunkt ist die Renta­bilität gleich Null. Bei Erhöhung des Leistungs­volumens über die Nutzgrenze hinaus steigt die Gesamtkostenkurve infolge überproportionalen Kostenverhaltens rascher als die Erlöskurve, und es tritt ein Verlust ein. Nutzschwelle und Nutzgrenze sind nicht allein Schnittpunkte von Gesamtkostenkurve und Erlöskurve, sondern auch der Kostenkurve je Leistungseinheit mit dem Erlösstrahl je Leistungs­einheit. Zw. den beiden Schnittpunkten liegt das Kostenminimum Diese Überlegungen beruhen auf zwei Annahmen, und zwar, dass a) die Produktionsbedingungen unverändert bleiben und b) dis Gesamtkostenkurve in der S-Form verläuft. Diese letzte Annahme ist für die Wirtschaftspraxis nicht repräsentativ.