operative Betriebsplanung

Operative Betriebsplanung — Planung der betrieb­lichen Ziele und Mittel für Zeiträume von weniger als einem Jahr zur Durchsetzung des Jahresplanes und seiner Monats- und Quartalsgliederung (Monats- und Quartalsgliederung des Betriebs­planes). Die operative Betriebsplanung berücksichtigt die konkreten Bedingungen, um weitere Reserven aufzudecken. Eine zentrale Stellung nimmt innerhalb der operative Betriebsplanung die operative Produktionsplanung ein. In ihrem Ergebnis entsteht der operative Produktionsplan ( Produktionsplan, operativer), oft auch als Operativplan bezeichnet. Er ist Instrument der unmittelbaren Leitung der Produktion. — Die Aufgaben der operative Betriebsplanung sind: a) Sicherung einer rhyth­mischen und kontinuierlichen Produktion. Hierzu sind die Kennziffern detailliert, räumlich und zeit­lich mit den Produktionsmöglichkeiten des Be­triebes zu bilanzieren. Die räumliche Bilanzierung wird dabei entsprechend der innerbetrieblichen Arbeitsteilung und die zeitliche Bilanzierung ent­sprechend dem Erzeugnisdurchlauf vorgenom­men. b) Aufschlüsselung der Plankennziffern. Um den Einfluss des einzelnen Werktätigen auf die Planaufschlüsselung zu verstärken, werden die Plankennziffern auf möglichst kleine Zeiteinheiten (z. B. Dekade, Woche, Planabschnitt, Tag) auf­geteilt. — Die operative Betriebsplanung ist eine wesentliche Grundlage für eine tägliche Produktionskontrolle bis zum Arbeitsplatz. Die Methodik der operativen Betriebsplanung weist in den einzelnen Betrieben und Industriezweigen ent­sprechend den Fertigungsbedingungen Unter­schiede auf. So gestattet das ständig gleich bleibende Produkt im Bergbau eine einfachere Organisation der operativen Betriebsplanung als die zahlreichen, unter­schiedlichen Erzeugnisse im Maschinenbau. Ebenso ist die operative Betriebsplanung bei Massenfertigung (Fahr­zeugindustrie, Kühlschrankbau) detaillierter durchführbar als bei Einzelfertigung (Ze­mentanlagenbau, Schiffbau). — Die wichtigsten Arbeitsmittel der operative Betriebsplanung sind die Einzelpläne der Fristen- und Terminplanung, der Betriebsauf­trag, die Planabsatzkartei, der Planabschnittska­lender, die Arbeitsplanstammkarte, die tabella­rischen und graphischen Durchlaufpläne, der Lohnschein, der Materialentnahmeschein und die Arbeitsbegleitkarte.