Organisation der Produktion

Organisation der Produktion, Produktionsorgani­sation — rationelle Vereinigung und Koordinierung von Arbeitskräften und Produktionsmitteln im betrieblichen und überbetrieblichen Rahmen ent­sprechend den objektiven Erfordernissen der Produktionsprozesse mit dem Ziel, Aufbau und Ablauf der Produktionsprozesse optimal zu ge­stalten. Die Organisation der Produktion stützt sich auf die wissenschaft­lichen Erkenntnisse der Planung, der Tech­nologie, der Betriebsorganisation und der sozialistischen Leitungswissen­schaft. Sie ist in erster Linie Tätigkeit zur sinnvollen Führung arbeitsteilig wirkender Menschen und Betriebe. Die Organisation der Produktion erstrebt die Auswahl des günstigsten technologischen Ablaufs, die zweck­mäßigste Aufgliederung des Gesamtprozesses inTeiloperationen, die rationellsten Formen der Spezialisierung, die günstigste Verteilung der Pro­duktionsinstrumente, die ökonomisch zweck­mäßigste Kooperation der Arbeitsprozesse und Betriebe in örtlicher, gegenständlicher und zeit­licher Hinsicht sowie den der Qualifikation ent­sprechenden Einsatz der Arbeitskräfte. Die Gestaltung der Organisation der Produktion im Betrieb findet ihren Nieder­schlag in der Produktionsstruktur und in den technologischen Arbeitsablaufplänen (Arbeits­planstammkarte). Die Kooperation erfolgt auf der Grundlage der operativen Produktionspläne (Betriebsplanung, operative). Überbetrieblich umfasst die Organisation der Produktion unter sozialistischen Produktionsver­hältnissen alle Maßnahmen zur planvollen Kon­zentration, Kombination, Spezialisierung und Kooperation der Produktion sowie zur Erhöhung des Wirkungsgrades der Produktionsprozesse, z. B. im Rahmen eines Kombinats oder eines In­dustriezweiges, einer Erzeugnisgruppe bzw. eines Bereiches der Volkswirtschaft.