Preisdifferenzierung

Preisdifferenzierung — Abstufung des Preisniveaus der Erzeugnisgruppen und der Preise für die ein­zelnen Erzeugnisse nach bestimmten Merkmalen. Die grundlegende Preisdifferenzierung ergibt sich aus dem Verhältnis des gesellschaftlich notwendigen Arbeitsaufwan­des der Erzeugnisgruppen und Erzeugnisse. Sie wird modifiziert durch die Berücksichtigung der Gebrauchseigenschaften bei der Preisbildung (Kalkulationsrichtlinie) als wesentlichem Faktor für die Stimulierung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und für eine reale Leistungsbewer­tung. Um bestimmte gezielte Wirkungen bei Her­stellern oder Abnehmern zu erreichen, können weitere Differenzierungen erfolgen, z. B. zur Be­darfslenkung (bes. Herstellung ökonomisch be­gründeter Preisrelationen bei Substituten), zur Berücksichtigung von Saisonbedingungen u. a. Mit ihnen ergibt sich im allg. eine Gewinndifferenzie­rung. Für die einzelnen Erzeugnisse erfolgt eine Preisdifferenzierung bes. nach Qualitäten und Lieferbedingungen (z. B. Lieferfristen, Liefermengen), unter Umständen auch nach Verwendungszwecken, Abnehmergrup­pen u. a. Sie kann durch Abstufung der Preise oder durch Preiszuschläge und Preisabschläge vorgenommen werden. Die Preisdifferenzierung bezieht sich auf Betriebspreise, Industrieabgabepreise und z. T. auch auf Einzelhandelsverkaufspreise.