Pro-Kopf-Quote

Pro-Kopf-Quote — Bezug von Aufkommens-, Bestands- oder Verwendungsgrößen auf eine Person. Es ist möglich, den Bezug auf mehrere Personengruppen herzustellen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Bezüge auf entsprechende Per­sonengruppen sinnvoll und aussagekräftig sind. Nicht in jedem Fall ist aus diesem Bezug ein Ursache-Wirkungsverhältnis ablesbar, wie bei­spielsweise aus einer Kennziffer Warenproduktion pro Einwohner. Die Pro-Kopf-Quote dient der Darstellung des Niveaus der Erscheinungen und dem Niveauvergleich. Die häufigste Anwendung dieser Kennziffer in der Analyse der Volkswirtschaft ist die Darstellung der Arbeitsproduktivität als Pro-Kopf-Quote der industriellen Warenproduktion. Weitere Haupt­anwendungsgebiete sind: a) Einschätzung des wirtschaftlichen Potentials eines Landes (z. B. Stahlproduktion je Einwohner), b) qualitative Seiten des Produktionsprozesses (z. B. Elektro­energieverbrauch je Beschäftigter in der che­mischen Industrie, c) Vergleich verschiedener Seiten des Lebensniveaus und der Versorgung der Bevölkerung (z. B. Pro-Kopf-Verbrauch bestimm­ter Konsumgüter, Wohnungen je 1000 Einwohner, Ausgaben des Gesundheitswesens je Einwohner u. a.)