Produktion

Produktion — Herstellung materieller Güter und Leistungen durch die Menschen unter bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen, entscheidende und bestimmende Phase des Produktionspro­zesses. Durch die Produktion setzen sich die Menschen mit der Natur auseinander, verändern die in der Natur vorgefundenen Stoffe gemäß ihren Bedürfnissen und schaffen so die Gesamtheit ihrer materiellen Existenzmittel. Die Produktion ist die Grundlage des Lebens der Gesellschaft und das in letzter Instanz bestimmende Moment der gesellschaftlichen Entwicklung. Entsprechend den historischen Stufen der Arbeitsteilung und des Eigentums an Pro­duktionsmitteln treten die Menschen nicht als iso­lierte Einzelwesen in Wechselbeziehung zur Natur, sondern gehen stets gesellschaftliche Be­ziehungen, Produktionsverhältnisse ein. Die Produktion umfasst daher immer zwei Seiten: einerseits die Produktivkräfte der Gesellschaft, die das Niveau der Naturbeherrschung, die Wechselbeziehungen zw. Mensch und Natur kennzeichnen, und an­dererseits die Produktionsverhältnisse, die Ver­hältnisse der Menschen zueinander, unter denen sich ihr Einwirken auf die Natur vollzieht. „Um zu produzieren, treten sie in bestimmte Beziehun­gen und Verhältnisse zueinander, und nur in­nerhalb dieser gesellschaftlichen Beziehungen und Verhältnisse findet ihre Beziehung zur Natur, findet die Produktion statt."  Die Produktion ist daher immer und unter allen Bedingun­gen gesellschaftliche Produktion Die mit der Veränderung und Vervollkommnung der Produktion verbundene Ent­wicklung der Produktivkräfte bedingt ent­sprechende Veränderungen der Produktionsver­hältnisse, die wiederum — je nach ihrem konkret- historischen Charakter — fördernd oder hemmend auf die Produktivkräfte zurückwirken.