Nichtauslastung der Produktionskapazität

Nichtauslastung der Produktionskapazität — Nicht­auslastung der in einem Betrieb oder Produktions­zweig eingesetzten Produktionsmittel, insbes. Maschinen und Ausrüstungen. Bestimmte Kapa­zitätsreserven sind in einer hochkomplizierten, modernen Wirtschaft wünschenswert, um die Wirtschaft den sich rasch verändernden Bedin­gungen des wissenschaftlich-technischen Fort­schritts anpassen zu können. Im heutigen staats­monopolistischen Kapitalismus geht jedoch infolge des monopolistischen Konkurrenzkampfes in ver­schiedenen Bereichen die Überakkumulation weit über eine solche optimale Reserve hinaus. In be­stimmten Bereichen beträgt die Nichtauslastung der Produktionskapazität 20, 30 oder mehr Prozent, auch ohne dass eine zyklische Über­produktionskrise herrscht (z. B. in der Stahlindu­strie).