Produktionsprogramm - Fertigungsprogramm

Produktionsprogramm, Fertigungsprogramm — 1. Gesamtheit der gegenwärtig bestehenden Möglich­keiten, Erzeugnisse in einer bestimmten Menge, Qualität, sortimentsmäßigen Zusammensetzung und Zeitfolge in Abhängigkeit von den real vor­handenen Ressourcen an technologischen Aus­rüstungen, den vorliegenden technischen Erfah­rungen und der gegebenen Berufs- und Qualifika­tionsstruktur der Werktätigen herzustellen bzw. Leistungen durchzuführen. — Es ist zu unter­scheiden zw. a) dem Produktionsprogramm bzw. Fertigungsprogramm der Industrie und b) dem Produktionsprogramm des Betriebes. — a) Das Fertigungsprogramm der Industrie wider­spiegelt wesentlich die wissenschaftlich-tech­nische, technologische und ökonomische Lei­stungsfähigkeit (Produktionsniveau) einer Volks­wirtschaft. Es bestimmt, in welchem Umfang, in welcher Qualität und mit welchem gesellschaftlich notwendigem Aufwand die Bedürfnisse der so­zialistischen Gesellschaft befriedigt werden kön­nen. Die den gesellschaftlichen Bedürfnissen und Erfordernissen entsprechende und auf eine hohe volkswirtschaftliche Effektivität ausgerichtete langfristige Entwicklung des Produktionsprogramm der Industrie ins- ges. und der Produktionsprogramm der Industriebereiche (volkswirt­schaftliche Produktionsprofilierung) ist deshalb eine entscheidende Grundlage für die Entwicklung der Volkswirtschaft und für die Erhöhung des Lebensstandards der Bevölkerung. Es besteht die Aufgabe, sowohl das Fertigungsprogramm der Industrie insges. durch Schaffung weiterer Ressourcen, durch die plan- mäßige Entwicklung der Spezialisierung, Konzen­tration, Kooperation usw. der Betriebe und Kom­binate ständig zu verbessern als auch gleichzeitig, das erreichte Produktionsniveau durch effektivere Nutzung der gegenwärtig bereits vorhandenen Möglichkeiten des gegebenen Fertigungsprogramm mittels Intensivierung weiter zu erhöhen.