Produktionsstruktur

Produktionsstruktur — durch gesellschaft­liche Arbeitsteilung, Spezialisierung, Kooperation und Kombination entstandene Gliederung der materiellen Produktion in Wirtschaftszweige, Industriebereiche, Industriezweige, Kom­binate sowie Industriebetriebe u. a. gesonderte Wirtschaftseinheiten und die innerzweigliche und innerbetriebliche Gliederung der Produktionspro­zesse (Wirtschaftsorganisation). Die Wirt­schaftszweige der materiellen Produktion drücken die Produktionsstruktur der Volkswirtschaft aus. Die Industrie­struktur und die Industriezweigstruktur zeigen die Produktionsstruktur der Industrie. — Die Produktionsstruktur i. e. S. ist die in­nerbetriebliche Gliederung nach Produktionsstätten (Werken, Zweigwerken, Teilbetrieben, Pro­duktionsabteilungen, Werkstätten) und die Gliede­rung des Produktionsprozesses in Produktions- stufen, Hauptproduktionsprozesse, Hilfs­prozesse und Nebenprozesse und ent­sprechende Struktureinheiten. Die konkrete Produktionsstruktur in horizontaler und vertikaler Richtung hängt wesent­lich ab von den herrschenden Produktionsverhält­nissen (Eigentumsverhältnissen), dem Entwick­lungsstand der Produktivkräfte der Gesellschaft und den gegebenen allg. Produktionsbedingungen. Auf die Produktionsstruktur wirken u. a. ein: die volkswirtschaft­liche Bedeutung und Perspektive konkreter Pro­dukte, Art und Charakter der Erzeugnisse, Renta­bilität, Produktionsumfang, Produktionssortiment, Betriebsgröße, Stand und Entwicklung der Pro­duktionstechnik und Technologie sowie der Pro­duktionsorganisation und der angewandten Orga­nisationsprinzipien im Produktionsprozess (Werkstattprinzip, Fertigung, gegenstands­spezialisierte). Die Produktionsstruktur verändert sich im Zuge des wissenschaftlich-technischen Fortschritts.