Realisierung

Realisierung — Verwandlung der erzeugten Pro­dukte aus der Warenform in die Geldform und damit das Eingehen der Produkte in die produktive oder individuelle Konsumtion, die ihre letzte Be­stimmung ist. Die Realisierung vollzieht sich immer unter bestimmten Produktionsverhältnissen, die den Charakter und die Formen der Realisierung bestimmen. Realisierung bedeutet, dass mit dem Eingehen der Waren in die produktive oder individuelle Konsumtion die Re­produktion der verbrauchten Elemente der Pro­duktivkräfte sowie der Produktionsverhältnisse stattfindet. — Vom Standpunkt des einzelnen Kapitals gilt die Realisierung als abgeschlossen, wenn die Produkte aus der Warenform in die Geldform ver­wandelt sind und der Produktionsprozess fortge­setzt werden kann. Dabei ist vorausgesetzt, dass alle Waren, die zur Reproduktion der verbrauchten Produktionselemente (Produktionsmittel und Arbeitskraft) benötigt werden, auf dem Markt ge­gen Geld zu kaufen sind. Vom Standpunkt der gesellschaftlichen Gesamtreproduktion bedeutet Realisierung nicht nur Wertersatz, sondern Stoffersatz, d. h. Ersatz der während einer bestimmten Produktions­periode verbrauchten Produktions- und Konsum­tionsmittel durch die in dieser Produktionsperiode produzierten Produkte. Bedingung des Stoffersat­zes ist proportionale Produktion, Übereinstim­mung der Struktur des vorhandenen Bedarfs (des Verbrauchs) mit der Struktur des produzierten Pro­dukts.