Reihenverlauf

Reihenverlauf — Methode zur Koordinierung der Arbeitsgänge, bei der mit dem folgenden Ar­beitsgang erst begonnen wird, wenn das gesamte Los den vorhergehenden Arbeitsgang voll­ständig durchlaufen hat. Der Reihenverlauf wird in der metallverarbeitenden Industrie häufig bei der Be­arbeitung komplizierter Einzelteile angewendet. In der chemischen Industrie findet er vor allem bei der Herstellung von Laborchemikalien und bei der weiterverarbeitenden chemischen Produktion Anwendung. — Beim Reihenverlauf der Arbeitsgänge ergibt sich ein relativ langer technologischer Zyklus, der zu hoher Umlaufmittelbindung führt. Der Reihenverlauf bietet den Vorteil, dass die Planung für den einzelnen Arbeitsgang einfach ist. Sein Nachteil sind Schwierigkeiten bei der Planung einer kontinuier­lichen und hohen Auslastung des Gesamtbetriebes. Der Reihenverlauf wird vor allem angewendet bei: geringer, Zeitdauer der Arbeitsgänge, kleiner Anzahl der Arbeitsgänge, kleiner Losgröße, geringem Umfang des Maschinenparks, niedrigem Materialeinsatz.