Schwund

Schwund — Mengenverlust bei Warenpartien und einzelnen Erzeugnissen (Angabe in % sowie in absoluten Größen der Menge oder des Preises) während des Transports, Güterumschlags, der Lagerung und in Verkaufseinrichtungen. Schwund kann verschiedenartige Ursachen haben. Verpackungs­mittel können z. B. undicht sein (Rinn- oder Riesel­verluste), wasserhaltige Güter austrocknen, orga­nische Lösungsmittel sich verflüchtigen. Da beim Umgang mit vielen. Warenarten Schwund auftreten kann, werden den Handelsbetrieben in den meisten sozialistischen Ländern Schwundnormen als Höchst­sätze für den natürlichen Schwund vorgegeben, d. h. für den Verlust, der durch natürliche Einflüsse (Tem­peratur, Luftfeuchte u. a.) und Verarbeitungs­prozesse (Abfall) unbedingt und bis zu diesem Um­fang nicht vermeidbar ist. Hierzu rechnen u. a. Ver­luste, durch Eintrocknen, durch Veratmen, durch Zerfallen und durch Verstauben, ferner beim Aufhauen, Schneidenullen und Verwiegen sowie beim Einfrieren und Auftauen. So werden in der Anordnung über die Berechnung des natür­lichen Schwundes bei Obst, Gemüse und Speise­kartoffeln die Verluste zum Schwund gezählt, die durch „Eintrocknen, Veratmen und Zerfallen" entstanden sind.