Sortiment

Sortiment — 1. Ind Produktionssortiment — Zu­sammensetzung der Produktion nach Erzeugnissen und Leistungen. Die richtige Struktur des Sortiment ist eine wichtige Voraussetzung für die planmäßige proportionale Entwicklung der Volkswirtschaft. Mit Hilfe der Sortimentsplanung sind optimale Sortiment der Volkswirtschaft und der Betriebe festzulegen. Ein optimales Sortiment liegt dann vor, wenn es am besten dem volkswirtschaftlichen Bedarf, der Qualifikation der Werktätigen und dem im Betrieb vorhandenen Maschinenpark entspricht, eine hohe und gleichmäßige Auslastung der vorhandenen Kapazitäten ermöglicht und niedrige Selbstkosten je Mengeneinheit gewährleistet. Optimierung, Sortimentsverschiebung — 2., Handelssorti­ment — Auswahl und Zusammenstellung von Waren, die, übereinstimmend mit dem planmäßig festgelegten Handelsprogramm, das jeweils konkrete Warenangebot darstellen. Jedes Sortiment wird durch seine Breite und Tiefe, durch den Grad seiner Spezialisierung oder seiner Komplexität charakterisiert. Die Sortimentsbreite verkörpert die Summe der anzubietenden Gebrauchswerte mit unterschiedlichem Verwendungszweck für be­stimmte Verbrauchergruppen. Die Sortiments­tiefe bringt die durch differenzierte Ausführung der einzelnen Gebrauchswerte — in Farbe, Form, Gestaltung, Preis, Abpackvolumen u. a. — ge­sicherten Auswahlmöglichkeiten zum Ausdruck. Sie wird wesentlich durch subjektiv empfundene Bedürfnisse und individuelle Nachfrageäußerun­gen beeinflusst. Eine zu geringe Sortimentstiefe führt zu einem eintönigen, wenig verkaufswirksa­men Angebot; eine zu große Sortimentstiefe er­schwert hingegen den Überblick und die Arbeit mit dem Sortiment und hat einen gesellschaftlich nicht notwen­digen Aufwand zur Folge. Ein spezialisiertes Sortiment (Fachhandelssortiment) wird durch eine Sorti­mentsbreite (und -tiefe) charakterisiert, die artver­wandte Gebrauchswerte eines Industriezweiges oder entsprechende Substitute (z. B. Ausschnitte aus dem Bereich Bekleidung) erfasst. Ein komple­xes Sortiment sprengt die branchenmäßige Begrenzt­heit, erstreckt sich auf einen (z. B. in Kaufhallen oder Einrichtungshäusern) oder sogar auf mehrere Bedarfskomplexe (z. B. in Warenhäusern). Vom Sortiment hängen die Stabilität der Versorgung, die Rationalität der Handelstätigkeit, ein zeitsparender Einkauf sowie die Möglichkeiten und Erforder­nisse, den Bedarf zu lenken, entscheidend ab. Deshalb muss das Sortiment über einen längeren Zeitraum stabil sein, aber auch saisonbedingten Nachfra­geschwankungen Rechnung tragen und durch periodischen Modellwechsel ein aktuelles,, ver­kaufswirksames Angebot sichern. Das Sortiment besteht i. allg. aus dem Grund- und Ergänzungssortiment. Das Grundsortiment umfasst die Erzeugnisse, nach denen eine ständig wiederkehrende Nachfrage existiert und die demzufolge einen relativ stabilen Platz im Handelssortiment haben. Damit bieten sich gute. Voraussetzungen, das Sortiment zu typisieren, z. T. die Erzeugnisse auch zu standardisieren. Das Ergänzungssortiment umfasst alle Waren, die in­folge nicht kontinuierlicher Nachfrage nicht typi­siert werden, sämtliche Neuentwicklungen, die erst probeweise eingeführt werden, um Produktions- und Konsumtionserfahrungen zu sammeln, sowie Waren höherer Preislagen.