Sozialer Konflikt

Sozialer Konflikt, — allg. Bez. für den Zusammen­stoß unterschiedlicher, stark divergierender Ten­denzen im Verhalten und Handeln von Personen oder Personengruppen. Ursache eines sozialen Konflikts kön­nen objektive und auch subjektive Faktoren sein. Soziale Konflikte tragen nichtantagonistischen Charakter; sie werden auf der Grundlage der so­zialistischen Macht- und Eigentumsverhältnisse durch das bewusste Handeln der Werktätigen im Sinne des gesellschaftlichen Fortschritts gelöst. Im Kapitalismus sind sozialer Konflikt Erscheinungsform objek­tiver antagonistischer Verhältnisse, vor allem zw. Proletariat und Bourgeoisie. Bürgerliche Konflikt­forschung und -theorien sind Versuche der Ver­schleierung der objektiven Realität, der objektiven gesellschaftlichen Ursachen von sozialem Konflikt und dienen der Sicherung der Macht der herrschenden Klasse. Indem ihre objektive sozialökonomische Grund­lage geleugnet wird, werden soziale Konflikte als allgemeingül­tige Erscheinung im Leben der Gesellschaft be­zeichnet, die auch im Sozialismus unvermeidlich seien.