Stauanlage

Stauanlage: Bauwerk zur Erzeugung eines Staus in einem Oberflächengewässer, als Talsperre, Wehr, Schleuse, Wasserkraftwerk, Deich, Ka­naldamm ausgebildet. 1. Die Talsperre ist ein Absperrbauwerk in einem Tal mit natürlichem Zufluss, das einen Stausee und einen Speicher erzeugt. Vorsperren werden oberhalb der Hauptsperre zur Verbesserung der Wasserqualität gebaut. Ein Rückhaltebecken mit zeitweiligem Stau dient dem Hochwasserschutz. 1.1. Die Staumauer ist ein Absperr­bauwerk aus Beton, Stahlbeton oder Bruchsteinmauerwerk. 1.1.1. Ge­wichtsstaumauern sind standsicher infolge Eigengewicht. 1.1.2. Bogenstaumauern übertragen die Wasserdruckkräfte auf die Tal­hänge. 1.1.3. Von Bogengewichtsstaumauern werden die Kräfte durch Eigengewicht und Bogenwirkung übertragen. 1.1.4. Kuppelstaumauern sind vertikal und horizontal gekrümmt. 1.1.5. Pfeilerstaumauern bestellen aus Betonpfeilern mit verdickten Köpfen (Pfeilerkopfstau­mauer), mit Stahlbetonplatten (Pfeilerplattenstaumauer) oder Gewölben. 1.2. Der Staudamm wird aus natürlichen Erdstoffen als Erddamm oder aus gebrochenem Fels als Steinschütt­damm geschüttet bzw. gesetzt (Steinsetzdamm). Die Dichtung erfolgt durch bindige Lockergesteine (Ton, Lehm), Beton, Stahlbeton, Bitumenbeton. Stahlspundwände, Plastfolien oder durch Injektion von Chemikalien als Oberflächen- oder Kerndichtung (Bodenverbesserung). Betriebseinrichtungen an Talsperren sind der Grundablass, die Hochwasserentlastungsanlage, die Entnahmeanlage und die Energieumwandlungsanlage (f Tosbecken). 2. Ein Wehr in einem Flusslauf dient vorrangig der Hebung des Was­serstandes und der Verringerung des Wasserspiegelgefälles. Zur Was­serstandsregelung werden bewegliche Verschlüsse eingesetzt. Wehre mit Verschlüssen werden ausgeführt als Schützen-, Klappen-, Segment-, Sektor- oder Walzenwehre.