Systemanalyse

Systemanalyse — Oberbegriff für eine Zusammen­fassung des Vorgehens, der Prinzipien, der Me­thoden sowie der Beschreibungsmittel zur Unter­suchung komplexer Systeme bei der Lösung von komplexen wissenschaftlich-technischen und so­zialökonomischen Problemen, die vor allem durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt her­vorgebracht werden und oft unter den Bedingun­gen der Unbestimmtheit vieler Einflussgrößen sowie widersprüchlicher Informationen gelöst werden müssen. Die Systemanalyse führt zu qualitativ neuen Erkenntnissen für die jeweils effektivste Lösung komplexer und komplizierter Probleme in wissenschaftlich-technischen, ökono­mischen, biologisch-medizinischen und in anderen, Bereichen, einschl. des Militärwesens und der Raumfahrt. Systemanalyse werden deshalb in der Regel in der analytisch-prognostischen Vorbereitungsphase der Planung großer Vorhaben (Projekte) durchgeführt. Das Ergebnis von Systemanalyse sind i. allg. interdisziplinär erarbeitete und zum Teil auf Modellrechnungen beruhende wissenschaftliche Studien. In diesen sind die möglichen Lösungen einer komplexen wissenschaftlich-technischen, wirtschaftlichen oder anderen Problematik von allen Seiten „durch­leuchtet" sowie mögliche Entwicklungen des Problems auf der Grundlage von Berechnungen und Problemsimulationen beschrieben.