Technologie

Technologie — 1. die Wissenschaft von den natur­wissenschaftlich-technischen Gesetzmäßigkeiten der materiell-technischen Seite vollständiger Pro­duktionsprozesse und ihrer Umsetzung in die Pro­duktionspraxis. Sie erforscht fertigungstechnische und fertigungsorganisatorische Zusammenhänge, die der Gestaltung von optimalen Produktions­prozessen dienen. Jeder wissenschaftlich-tech­nische Fortschritt wird erst über die Technologie und ihr erreichtes Niveau produktivitätswirksam. Die Technologie wird eingeteilt: a) nach der Art der technologischen Prozesse in: mechanische Technologie (Arbeitsprozesse, die bei der Bearbeitung der Stoffe ausschl. eine Veränderung der äußeren Form bewirken) und chemische Technologie (Arbeitsprozesse, die eine Veränderung der che­mischen Zusammensetzung bzw. eine Wandlung der inneren Struktur der Stoffe bewirken); b) nach Produktionszweigen, da bei der Herstellung der verschiedensten Produkte eine scharfe Trennung zw. mechanischen und chemischen Vorgängen nicht immer möglich ist. Aus dieser Einteilung ergeben sich selbständige Zweige der Wissenschaft Technologie (Technologie der metallurgischen Industrie, des Ma­schinenbaus, der Textilindustrie, Lebensmittel­industrie, Bauindustrie, chemischen Industrie usw.). In der Produktionspraxis vermittelt die Technologie die Wirkung der Produktivkraft Wissenschaft, indem sie die Herstellung der Produkte nach den neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglicht. Ihre Beherrschung und planmäßige Weiterentwicklung ist eine der entscheidendsten Fragen der Verwirklichung der wissenschaftlich- technischen Revolution (Revolution, wissen­schaftlich-technische) und des Umsetzens ihrer großen Möglichkeiten in ökonomische Ergebnisse. Sie ist daher einer der Hauptwege der Rationalisierung. — Die Technologie hat einen großen Einfluss auf den gesamten Reproduktionsprozess. Schwerpunkte bei der Leitung und Planung der technologischen Entwicklung sind: a) Erarbeitung einer technologischen Konzeption als Ausgangspunkt aller produktionsorganisato­rischen und -technischen Veränderungen im Per­spektivzeitraum; b) Konzentration der Mittel und Kräfte in der technologischen Forschung auf volkswirtschaftlich bes. wichtige Erzeugnisse und deren Technologie; c) Sicherung des technologischen Fortschritts in den Haupt-, Hilfs- und Nebenprozessen einschl. der Montageprozesse; d) enge Zusam­menarbeit zwischen Konstruktion und Technologie; e) Ver­stärkung des Seriencharakters der Produktion durch technische (Standardisierung, Bau­kastenprinzip) und organisatorische (Gruppen­bearbeitung) Maßnahmen, um die nutzbringende Anwendung der modernen Technologie zu sichern; f) Aus­bildung und Qualifizierung der Technologen. 

Technologie des Warenverkaufs — Lehre von den Gesetzmäßigkeiten des Zusammenwirkens von Arbeitskraft, Arbeitsgegenstand (Ware, Sortiment, Verpackung/Behälter) und Arbeitsmittel bei den materiell-technischen Vorgängen in Verkaufsein­richtungen des Einzelhandels und Gaststätten­wesens, unter bes. Berücksichtigung der Tätig­keiten der Kunden beim offenen Verkaufs­system.