territoriale Modelle

Territoriale Modelle, — mathematisch-ökonomische Modelle (Modelle, mathematisch-ökonomi­sche), mit denen ökonomische Beziehungen im Territorium abgebildet werden. Hauptvertreter der territoriale Modelle sind: a) Simulationsmodelle, mit denen eine Vielzahl von Beziehungen im Territorium erfasst werden können, um daraus Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu erhalten. (z. B. Vor­ausberechnung der Bevölkerung eines Territo­riums); b) Optimierungsmodelle, mit denen aus­gewählte Beziehungen im Territorium optimal gestaltet werden können. Bekanntestes Beispiel sind die Transportmodelle (-probleme). Eine bes. Form territorialer Optimierungsmodelle sind die Gravitationsmodelle; c) territoriale Verflechtungs­modelle; d) statistische. Modelle, in denen mit. Ijilfe mathematisch-statistischer Methoden zukünftige Entwicklungen abgeschätzt (vornehmlich Regressionsanalyse) oder Territorien miteinander verglichen oder analysiert werden können (vor­nehmlich Faktorenanalyse). Territoriale Modelle wurden schon vor mehr als 100 Jahren entwickelt. 1826 wurden die nach dem Verfasser benannten Thünenschen Kreise beschrieben, in denen je nach Transport­gunst und Bodenpreis die Attraktivität des Anbaus bestimmter Produkte um einen zentralen Liefer­punkt (Stadt) in Form von Kreisringen erkannt wurde. Erst unter den Bedingungen sozialistischer Volkswirtschaftsplanung können territoriale  Modelle für die Praxis der gesellschaftlichen Entwicklung sinnvoll angewendet werden. In den letzten Jahren wurden vor allem Infrastrukturmodelle angewandt, bei denen in der Regel Kostenschwellen wirksam werden. In territorialen Verflechtungsmodellen werden die Lieferbeziehungen zw. Territorien erfasst, um daraus Hinweise für die Rationalisierung dieser Beziehungen zu erhalten.