Verpackung

Verpackung — Gesamtheit der Verpackungsmittel und Verpackungshilfsmittel, die zum Schutz des Erzeugnisses vor Gebrauchswertminderung, zur Erleichterung der Handhabung des Erzeugnisses und zum Schutz der Umgebung bei Lagerung, Transport, Verkauf und Gebrauch des Erzeugnis­ses sowie zur Kennzeichnung des Erzeugnisses und gegebenenfalls zur Werbung für das Erzeugnis dient. Die Verpackungsmittel sind Erzeugnisse, die zum teilweisen oder vollständigen Umhüllen des Gutes dienen, .im Endzustand einen offenen oder geschlossenen Hohlkörper bilden und nicht vorwiegend als Transport- oder Lagerhilfsmittel verwendet werden. Die Verpackungsmittel werden durch die Verpackungshilfsmittel ergänzt. Diese übernehmen beim Umhüllen bzw. Zusammenfas­sen des Gutes bestimmte Aufgaben, z. B. das Abdichten, Befestigen, Kennzeichnen, Öffnen, Polstern, Sichern, Verbinden oder Verschließen. Verpackungsmittel und Verpackungshilfsmittel werden aus den verschiedensten Verpackungswerkstoffen hergestellt (z. B. Plast, Papier, Pappe, Glas, Blech, Holz, Gewebe). Die Verbesserung vorhandener und die Entwicklung neuer Verpac­kungsmittel und Verpackungshilfsmittel müssen darauf abzielen, Werkstoffe einzusparen, die Schutzfunktion der Verpackung zu verbessern und ihre Lebensdauer zu verlängern, die Verpackungsher­stellungs-, Abpack-, Lager- und Warenbewegungs­prozesse zu rationalisieren (z. B. den Container­transport zu gewährleisten), zu verbilligen, den Verkauf zu erleichtern und gegebenenfalls eine intensivere Werbewirkung zu erreichen. Es wird unterschieden zw. der Transportverpac­kung (Umverpackung, Versandverpackung, äu­ßere Verpackung) und der direkten Warenverpackung (Ge­brauchsverpackung, Konsumverpackung, Ver­kaufsverpackung, innere Verpackung). Außerdem unter­scheidet man verschiedene Verpackungsarten: a) nach Absatzbereichen bzw. Handelsformen: . Inlandsverpackung zum Versand innerhalb des Herstellerlandes; Exportverpackung zum Versand von Gütern in das Ausland; Einzelhandelsverpac­kung, die vom Einzelhandel dem Verbraucher mit dem Gut übergeben wird; Großhandelsverpackung, die der Großhandel dem Abnehmer mit dem Gut ausliefert; b) in Abhängigkeit von den Gebrauchs­werten oder von den klimatischen Anforderungen: die atmende Verpackung, bei der sich das Innenklima der Verpackung rasch an das Außenklima angleichen kann; die hermetische Verpackung, bei der eine Angleichung des Innenklimas der Verpackung an das Außenklima weitgehend verhindert wird; die aromadichte Verpackung, bei der ein Durchgang von Aromastoffen weitgehend ver­hindert, d. h. das Produkt nicht von der Umgebung bzw. die Umgebung nicht vom Produkt beeinflusst wird; die wasserdampfdichte Verpackung, bei der ein Aus­tausch von Wasserdampf zw. Innenluft und Außenluft weitestgehend verhindert wird; die seemäßige und tropensichere Verpackung usw.; c) nach spezifischen Versand-, Gebrauchs- oder Erhal­tungsbedingungen der Verpackung: die Einwegverpackung, die für einmaligen Gebrauch bestimmt ist; die Mehrwegverpackung, die für mehrmaligen Ge­brauch bestimmt ist; die Leihverpackung, die vom Empfänger des Gutes an den Absender innerhalb einer vereinbarten Leihfrist zurückgegeben wer­den muss und für die eine Abnutzungsgebühr be­rechnet wird; die Mietverpackung, die vom Empfänger des Gutes an den Vermieter zurück- .gegeben werden muss und für die eine Mietgebühr in Rechnung gestellt wird; die Rücklaufverpackung, die direkt vom Absender des Gutes oder über den Handel zur Wiederverwendung zurück­gekauft wird; die Versandverpackung, durch die unverpackte oder verpackte Güter zu einer selb­ständigen Versandeinheit zusammengefaßt werden, die Einzelverpackung, die die kleinste zu verpackende Einheit enthält und nicht selbständig für Versandzwecke geeignet ist; die Sammelver­packung, durch die unverpackte oder verpackte Güter zu einer größeren Einheit zusammengefasst werden, die jedoch nicht selbständig für Versandzwecke geeignet ist; die Stückverpackung, deren Abmessungen nach der Stückzahl des zu verpackenden Gutes festgelegt wird; die Masseverpac­kung, deren Abmessungen nach der Masse des zu verpackenden Gutes festgelegt sind. Die Anforde­rungen an die Verpackung ergeben sich aus der Art der Produktion, aus der Ökonomie ihrer Fertigung, aus der Wirtschaftlichkeit der. Lagerung, des Trans­ports, des Verkaufs und des Verbrauchs. Die zweckmäßige und ökonomische Gestaltung der Verpackung erfordert Untersuchungen der mechanisch-sta­tischen, - mechanisch-dynamischen und klima­tischen Beanspruchung während des Umschlages, Transportes und der Lagerung der Produkte von der Fertigung bis zum letzten Verbraucher, der Eigenschaften der Verpackungswerkstoffe, Ver­packungsmittel und Verpackunghilfsmittel, der Beanspruchbarkeit des jeweiligen Füllgutes, der marktbedingten Ansprüche (Form, Größe, Farbe, Text, graphische Gestaltung) sowie Beachtung der Standards und Gesetze.