Versicherungsbedürfnis

Versicherungsbedürfnis — Bedürfnis zur Sicherung des Lebensniveaus einschl. des Eigentums gegen die Folgen unvorhersehbarer schadenstiftender oder anderer Ereignisse durch ausreichenden Versicherungsschutz. Zu der Vielzahl der Be­dürfnisse gehören auch Sicherungsbedürfnisse. Diese manifestieren sich in spezifischer Form auch als Versicherungsbedürfnis. Die Versicherungsbedürfnis entstehen aus dem Wunsch nach eigener Vorsorge a) für Wechselfälle des Lebens, für die die Gesellschaft keine oder nur z. T. Lei­stungen gewährt, die aber einen solchen Geldbedarf auslösen können, dass er aus den laufenden Einnahmen bzw. aus Rücklagen nicht oder nur ungenügend gedeckt werden kann, b) für die Befriedigung künftiger Bedürfnisse. Die Versicherungsbedürfnisse verändern sich in Abhängigkeit von wirtschaftspolitischen, so­zialökonomischen und technischen Faktoren. Die Versicherungsbedürfnis werden über ein Angebot solcher Versiche­rungsformen befriedigt, das dem allgemeinen Versicherungsbedürfnis entspricht und auch die Differenziertheit der Versicherungsbedürfnisse der einzelnen Interessentengruppen berücksich­tigt. Das Versicherungsbedürfnis ist oft nur in latenter Form vorhanden und muss deshalb durch Aufklärung und Über­zeugung geweckt und gefestigt werden.