Wirtschaftspotential

Wirtschaftspotential — Wirkungskraft, Leistungsvermögen einer Wirt­schaftseinheit (Staat oder Staatengruppe, Bereich, Zweig, Betrieb u. a.) zur Erhaltung und Erweite­rung des materiellen Reichtums der Gesellschaft. Das Wirtschaftspotential umfasst die Gesamtheit der verfügbaren Produktivkräfte und Wachstumsfaktoren (Wachstumsfaktoren, ökonomische), Naturreichtü­mer und der durch die jeweiligen Produktions­verhältnisse gegebenen Möglichkeiten ihrer Mo­bilisierung. Es wird bestimmt durch Quantität und Qualität der Arbeitskräfte, der Produktionsfonds; der zur Entwicklung der Produktivkräfte dienen­den Faktoren und der nutzbaren Naturstoffe und -kräfte wie Bodenschätze, Bodenfruchtbarkeit und Wasserkraft. Die spezifischen Produktionsverhält­nisse beeinflussen das Wirtschaftspotential hinsichtlich des Zieles, der Formen, der Zusammensetzung und des Tempos der Entwicklung. Die Anstrengungen der sozialistischen Gesellschaft sind darauf zu er­höhen, was vor allem durch die qualitative Ent­wicklung der Produktivkräfte auf der Grundlage der sozialistischen Wirtschaftsorganisation, der Beschleunigung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und der effektiveren Nutzung der Naturreichtümer im Zusammenhang mit der Er­weiterung der sozialistischen internationalen Ko­operation erfolgt. Ein höheres Wirtschaftspotential des soziali­stischen Weltsystems gegenüber dem kapitalisti­schen zu erreichen, ist eine wichtige Etappe im ökonomischen Wettbewerb der beiden Weltsy­steme. Das Wirtschaftspotential kann nicht in einer Kennziffer ausgedrückt werden. Grobe, wesentliche Seiten des Wirtschaftspotential widerspiegelnde Kennziffern sind u. a.: Zahl der arbeitsfähigen Bevölkerung und deren Qualifikation, Stand der materiell-technischen Basis, Qualität des Planungs- und Leitungs­systems, wissenschaftlich-technisches Niveau der Produktion, Nutzungsmöglichkeiten von Na­turreichtümern, Umfang der Produktion und ihre Struktur u. a. Vergleiche auf dieser Grundlage zum Entwicklungsniveau des Wirtschaftspotential sind Grundlage für die Festlegung des perspektivischen Wachstums­tempos.