Zeitreserven

Zeitreserven — ungenutzte Möglichkeiten zur Verringerung des direkten  Arbeitsauf­wands; i. w. S. alle die zeitlichen Komponenten direkt betreffenden Möglichkeiten der Intensivie­rung des Reproduktionsprozesses. Zeitreserven sind in jedem Betrieb und bei jedem Prozess vorhanden bzw. bilden sich ständig durch neue Erfahrungen und Erkenntnisse, deren Übernahme und Einführung ohne zusätzliche wesentliche materielle und fi­nanzielle Aufwendungen möglich ist. Ein Teil der Zeitreserven ist aus der  Arbeitszeitbilanz ersichtlich. Der Erschließung von Zeitreserven dienen Maßnahmen, die die extensive und intensive Ausnutzung der Arbeits­zeit verbessern, also sowohl die Kontinuität im Arbeitsprozess als auch die Ergiebigkeit der ge­nutzten Arbeitszeit erhöhen, aber auch solche, die den Produktionsdurchlauf beschleunigen, den Ausnutzungskoeffizienten insbes. für hochpro­duktive Anlagen erhöhen, den Investitionszyklus verkürzen oder die reibungslose Überleitung von Neuentwicklungen in die Produktion sichern u. dgl. Die Erschließung von Zeitreserven bedarf des ab­gestimmten Zusammenwirkens von technisch- organisatorischen Maßnahmen und politisch- ideologischer Überzeugungsarbeit.