Analytische Arbeitsplatzbewertung: Bewertung einer Tätigkeit als Ganzes

Historische arbeitswissenschaftliche Einordnung: Die analytische Arbeitsplatzbewertung bestimmt nach der Quelle den Grad der Arbeitsschwierigkeit einer Tätigkeit, die an einem bestimmten Arbeitsplatz insgesamt zu verrichten ist.

Sie unterscheidet sich von Verfahren, die nur einzelne Teilaufgaben oder Arbeitsgänge bewerten. Der Blick richtet sich auf die Tätigkeit als zusammenhängende Arbeitsaufgabe.

Der Ausgangstext ordnet das Verfahren vor allem der damaligen Arbeitsbewertung in kapitalistischen Betrieben zu und stellt analytische und summarische Verfahren gegenüber. Diese politische Begrifflichkeit gehört zum historischen Quellenkontext.

Besonders bei aggregatgebundenen und automatisierten Prozessen könne die Bewertung des gesamten Arbeitsplatzes sinnvoll sein. Bei stark geteilter Arbeit kann dagegen ein einzelner Arbeitsgang nahezu deckungsgleich mit der Arbeitsplatzaufgabe sein.

Bei häufig wechselnden Arbeitsgängen nennt die Quelle Forderungen nach einer Gesamtbewertung des Arbeitsbereichs. Moderne Stellen- und Arbeitsbewertung verwendet vielfältige Verfahren; heutige Entgelt- und Tariffragen müssen nach den jeweils geltenden Systemen beurteilt werden.

Analytische Arbeitsplatzbewertung, analytische - Bestimmung des Grades der Arbeitsschwierigkeit einer Tätigkeit als Ganzes, die an einem bestimmten Arbeitsplatz vom Werktätigen zu verrichten ist, im Unterschied zur. Bewertung von Teilaufgaben (z. B. Arbeitsgänge). Die Arbeitsplatzbewertung wird in der Regel im Rahmen der kapitalistischen Arbeitsbewertung analytisch vorgenommen, kann aber auch summarisch erfolgen. Die analytische Arbeitsplatzbewertung stellt die Anwendung der analytischen Arbeitsbewertung auf die Tätigkeit als Ganzes an einem Arbeitsplatz dar. Die analytische Arbeitsplatzbewertung herrscht bei aggregatgebundenem und automatisiertem Prozess vor. Bei stark geteilter Arbeit kann die Bewertung des Arbeitsganges mit der Arbeitsplatzbewertung identisch sein. Bei ständigem Wechsel von Arbeitsgängen wird vor allem von gewerkschaftlichen Vertretern, z. B. die Bewertung der Arbeitsaufgabe als Ganzes (Arbeitsbereich bzw. Arbeitsplatz) gefordert.