Arbeitskräfteplanungsmodell: Ablauf und mathematische Bedarfsplanung

Historische DDR-Einordnung: Die Quelle verwendet Arbeitskräfteplanungsmodell in zwei Bedeutungen.

Zum einen bezeichnet es einen organisatorischen Algorithmus für Planungsschritte, Zeitabläufe, Kooperation, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse.

Bereits im historischen Text wird eine zunehmende Unterstützung dieser Planung durch elektronische Datenverarbeitung hervorgehoben.

Zum anderen meint der Begriff mathematische Modelle zur Ermittlung von Arbeitskräfte- oder Bildungsbedarf, einschließlich komplexer Verflechtungsmodelle.

Heute werden vergleichbare Aufgaben mit Workforce Planning, Szenariomodellen, HR-Analytics und Prognosesoftware bearbeitet, jedoch außerhalb der damaligen zentralen Planwirtschaft.

Arbeitskräfteplanungsmodell - 1. Algorithmus für die Anfertigung der Planteile auf dem Gebiet der Planung der Arbeit. Das Arbeitskräfteplanungsmodell umfasst in diesem Sinne die Schrittfolge, den Zeitablauf, die Kooperation, die Verantwortlichkeit sowie die Entscheidungsbefugnisse für den Planungsprozess auf dem Gebiet der Arbeit für alle Ebenen der sozialistischen Wirtschaft. Diese Planungsarbeit erfolgt in wachsendem Maße auf der Grundlage der EDV. - 2. Planung des Arbeitskräfte- oder Bildungsbedarfs mit wirtschaftsmathematischen Methoden. Die höchstentwickelte Form bilden Verflechtungsmodelle, die den Zusammenhang von Produktions- und Leistungsentwicklung oder anderen Zielgrößen und der Veränderung des Arbeitsvermögens nach Zahl und Struktur mittels der Matrizenrechnung erfassen.